Dr. Herbert Gmoser

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Dr. Gmoser

Dr. Herbert Gmoser

Leiter der Wettervorhersage an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien

Vita

  • Studium der Meteorologie und Physik an der Universität Wien, Doktorat in Meteorologie, Studium bei den Universitätsprofessoren Ferdinand Steinhauser und Heinz Reuter.
  • Seit 1979 in der Wettervorhersage an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien tätig.
  • Leiter der Wettervorhersage an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien seit 1996.

Mit seinem Berufsbild als Meteorologe gehen Hand in Hand seine Ziele in der Umsetzung der modernen Wettervorhersage. Dies bedeutet insbesondere eine Anwendung der Forschungsergebnisse im praktischen Vorhersagebetrieb. Eine objektive Interpretation der von Atmosphärenmodellen vorausberechneten physikalischen Wetterzustände und deren richtige Umsetzung in eine verständliche Sprache für die Allgemeinheit müssen heute im Vordergrund stehen. Die heutige Wettervorhersage unterscheidet sich grundlegend von der vor 30 Jahren, als erste praktische Rechenergebnisse der Wettervorhersage zur Verfügung standen. Musste man damals noch von einer subjektiven Diagnose ausgehend die Wettervorhersage formulieren, ist heute eine objektive Diagnose Basis der Ausgangssituation. Daran schließt sich die Vorhersage der künftigen physikalischen Situation des Wetters, die es gilt, objektiv zu einer Vorhersage auszuformulieren. Nicht vergessen werden darf in diesem Zusammenhang die Auswertung der Satellitendaten, die erfolgreich dazu beitragen, die Vorstellung der Wetterabläufe in konzeptionellen Modellen zu festigen. Der Beitrag der Satelliten ist wesentlich für eine Objektivierung der Vorgänge und deren Beurteilung in der Wettervorhersage. Alle Errungenschaften der modernen Wettervorhersage in die Praxis umzusetzen ist eines der Ziele.

Daneben steht im Mittelpunkt das Verständnis in der Klimadebatte und eine Versachlichung der Diskussion. In Verbindung mit der aktuellen Wetterprognose wird wiederholt die Frage nach dem Klimawandel gestellt und als Ursache für momentane Wetterkapriolen angesehen. Hier gilt es, immer Antworten nach dem letzten Stand der Forschung auszugeben, um Spekulationen nicht weiter zu nähren. In Kooperation mit den Kollegen der Abteilung Klima an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik werden die vorhandenen Klimaforschungsergebnisse für eine Diskussion aufbereitet. Die geschieht nicht nur für den eigenen, persönlichen Wissensbereich, sondern auch für den der Kollegen im Vorhersageteam. Die Arbeiten der Klimaforschung an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik sind international anerkannt. Die Kollegen der Klimaforschung vertreten den Standpunkt: WISSEN statt GLAUBEN ist die Voraussetzung für die Lösung von Problemen. Horrorszenarien führen meist zu Überzeichnungen eines Themas und bringen keinesfalls die gewünschte Einsicht, gemeinsame Lösungen zu finden.

 

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